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Burgund − Made in France

Marcigny, ein kleiner Ort an der Grenze des südlichen Burgund, beherbergt die Töpferei Emile Henry seit über 150 Jahren. Ihrem Ursprung getreu, produziert sie ihr gesamtes Programm an Ort und Stelle.

Dank seines Tons, der reich an feuerfesten Eigenschaften ist, stellt Burgund ein fruchtbares Terrain für die Töpfer dar; diese setzen die Tradition von Generation zu Generation fort.

Burgund mit seinem Überfluss, ein Schlaraffenland mit berühmten Weinbergen, hat eine vielfältige Gastronomie hervorgebracht, die von vielen Küchenchefs gefeiert wird und zahlreiche regionale Spezialitäten aufweist.

Die Herstellung emaillierter Emile Henry Töpferware

Ton, ein natürliches und edles Naturprodukt, wird seit Jahrtausenden von Menschen verwendet um zu kochen oder Lebensmittel aufzubewahren. Ganz im Einklang mit der Tradition der Töpfer hat die Firma Emile Henry technische Fortschritte eingeführt (Céradon®), die das Geschirr immer resistenter gegenüber mechanischen und thermischen Einwirkungen werden ließen.

Die Tonerde bildet die Grundlage der Töpferkunst. Mit verschiedenen, fein gemahlenen Gesteinsarten zur Qualitätsverbesserung (deren Verhältnis Teil des Firmengeheimnisses von Emile Henry ist) und Wasser vermischt, erhält man eine ziemlich flüssige Masse, die "Töpfermasse".

Die Töpfermasse fließt in Gipsformen. Jede Gipsform entspricht einer Form: ovale Auflaufform, rechteckige Schale, Terrine, Krug... Der Gips als poröses Material absorbiert das in der Töpfermasse enthaltene Wasser und erlaubt dadurch der Form, sich zu verdichten. Aus der Form herausgenommen, trocknet sie 6 Stunden bei 50° C.

Beim Emaillieren wird Email auf dem Stück aufgetragen. Email besteht aus gemahlenem Glas und Farben, die dem Lebensmittelgesetz entsprechen. Die Firma Emile Henry ist weltweit eine der wenigen Töpfereien, die so vielerlei Farben beherrscht: kirsch-rot, azur-blau, pastis-gelb, fraîcheur-grün ... − und die ganze Palette der "Urban Colors".

Das emaillierte Stück wird 4 Stunden lang bei sehr hoher Temperatur (1150° C) im Tunnel-Gasofen gebrannt. Das Email wird dabei zu sehr hartem und vollständig glattem Glas.

Jedes Stück wird mit Hand geprüft, um eine gleichmäßige Qualität aller Produkte sicher zu stellen. Emile Henry ist ISO 9001 zertifiziert, Garant für Sicherheit und Qualität.

Firmengeschichte

1850 gründet der Töpfer Jacques Henry eine kleine Werkstatt in Marcigny in Südburgund. Dort stellt man bereits eine große Vielfalt von Produkten her: Krüge, Kaffeekannen, Töpfe, Näpfe, Schmorpfannen, Suppenschüsseln, Platten, Teller, Tassen ... Die Herstellung erfolgt auf zwei manuellen Drehbänken, in zwei Holzöfen wird gebrannt.

Von 1882 bis 1894 hält sich Paul Henry, der Nachfolger seines Vaters Jacques, in Paris auf, um die Kundschaft zu erweitern. Die Belegschaft erreicht 40 Personen. Mit einem Gasmotor funktionierende mechanische Drehbänke ersetzen die handbetriebenen. 1912 gestattet eine Dampfmaschine, Symbol der Macht und Unabhängigkeit, die Herstellung zu modernisieren.

1922 übernimmt Emile Henry die Leitung der Gesellschaft. 1885 geboren, zieht er 1914 in den Krieg. Die Konkurrenz von Seiten des Metallkochgeschirrs ist groß und wird vielen Töpfereien zum Verhängnis. Dennoch bleibt die Pariser Kundschaft treu und sichert 40% des Absatzmarkts. Das Personal erreicht 50 Mitarbeiter. Die Erzeugnisse sind ungebrannt für den Gartenbau und emailliert für die Küche.

Nach dem Tod Emiles 1950 nimmt Maurice es mit 32 Jahren allein mit den Anforderungen der Expansion des Wirtschaftswunders auf. Die Produktion steigt von 1.100 t 1950 auf 3.000 t 1965 und 5.000 t 1975. Die Töpferei für den Gartenbau wird 1980 eingestellt, von nun an widmet sich die Gesellschaft ausschließlich emailliertem Tongeschirr für die Küche. Der Brennvorgang wird von Kohle auf Strom umgestellt, dann auf Öl und Gas. Dadurch verringern sich die Brennzyklen von einer Woche auf 72 Stunden, dann 12 Stunden und schließlich 4 Stunden. Das Personal steigt auf 200 Mitarbeiter. Der Export entwickelt sich in Dänemark, Benelux und England und erreicht 15% des Umsatzes.

Nach 9 Jahren gemeinsamer Leitung mit Maurice geht Jacques 1983 neue Wege: Entwicklung einer Töpferware von unerreichter Qualität, dem Céradon®: Entwicklung einer starken und anerkannten Marke Emile Henry®. Entwicklung des Exports, jetzt verkauft die Gesellschaft 50% ihrer Produktion an über 50 Länder in der Welt. Um ihrer Expansion gerecht zu werden, verdoppelt die Firma ihre Produktionskapazität zwischen 1989 und 1992. Sie baut neue Fabriken in ihrem Stammsitz Marcigny.

2002 wird die Gesellschaft von der ISO 9001 anerkannt, einer internationalen Norm, die ein hohes Niveau an Qualität und Professionalität gewährleistet.

2005, nach 5 Jahren Forschungsarbeit, werden die Schmortöpfe "Flame®" auf den Markt gebracht, aus revolutionärer Keramik, die starker direkter Hitze standhält.

   
  C. Duisberg GmbH & Co KG